ISEK braucht Substanz, keine Eile

Bürgerbeteiligung ist ein wesentliches Fundament eines ISEK. Anstatt nach Gutsherrenart Schwerpunkt und Priorität des ISEK zu diktieren, muss die Beteiligung entweder vor der Auftragsvergabe ansetzen oder aber das gesamte Stadtgebiet umfassen und nicht nur die Kernstadt oder Teile davon.

Angesichts klammer Kassen ist es aber utopisch anzunehmen, Investitionen könnten gleichmäßig über das Stadtgebiet erfolgen. Der Effekt wäre dann viel zu gering. Vielmehr müssten klare Schwerpunkte dort gesetzt werden, wo durch Attraktivitätssteigerungen mittel- und langfristig positive Auswirkungen auf die Einnahmesituation zu erwarten ist.

Nun ist es an der Bürgermeisterin den ISEK-Zug wieder auf die Gleise zu setzen. Denn grundsätzlich wird kein Weg an einem ISEK vorbeiführen, wenn die Stadt von den diversen Fördertöpfen profitieren will. In der Logik der Förderprogramme folgt auf den 1. Juni 2015 der 1. Juni 2016. Denn dann ist die nächste Anmeldefrist. Bis dahin sollte es doch wohl möglich sein ein ISEK mit Substanz und vor allem der nötigen Beteiligung der Betroffenen zu erarbeiten. Dann wird das Projekt auch den nötigen Rückhalt in der Bevölkerung erfahren.